9416 Prof. Dr. med. Thomas Erastus (M)
* 07.09.1524 Baden AG , + 31.12.1583 Basel BS
 Bemerkungen:
EM 295. Ursprünglich Thomas Lüber/Lieber. 1542/52 Studium der Theologie und Medizin in Basel (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - am 10.10.1542, "Thomas Lüberus Badensis") und Bologna. Als Mediziner Gegner des Paracelsus. 1558/80 Professor für Medizin an der Univ. Heidelberg (ab 1559 Rektor), an deren Umgestaltung er beteiligt war. Er engagierte sich für die Durchsetzung des ref. Bekenntnisses in der vorher luth. Pfalz, trat im Abendmahlsstreit für Zwinglis Lehre ein und widersetzte sich der Einführung calvinist. Kirchenzucht. Nach der Entlassung in Heidelberg wurde er 1583 Prof. für Ethik in Basel. Der nach ihm benannte sog. Erastianismus, eine theoret. Grundlage für das engl. Staatskirchentum des 17. Jh., forderte den Primat des Staates über die Kirche (Historisches Lexikon der Schweiz). Starb kinderlos. Lt. Zedlers Großem Universallexikon war er geboren 1523 in "Auggenen, einem in der Herrschaft Badenweiler, drey Meilen von Basel, gelegenen Flecken" (= Auggen) und damit in Deutschland (?). Grabinschrift bei Johann Gross: Urbis Basil. epitaphia et inscriptiones omnium templorum, curiae, Academ. & aliar. aedium public. Lat. & German : quibus reliquarum orbis urbium monumenta & inscriptiones ... accesserunt ... / cura & labore M. Iohannis Grossii Pastoris Eccles. Leonard. ibid. ..., Basel 1624 (http://www.e-rara.ch/bau_1/content/titleinfo/9917530), S. 135.
 
Ehegatten / Partner
Kinder
 1: Isotta a Canonici «1»
oo nach 1542
nicht bekannt
 
Eltern
Geschwister
  nicht bekannt nicht bekannt

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Norbert Emmerich, Heidelberg
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Erzeugt am 24.06.2016 mit Ortsfamilienbuch © von Diedrich Hesmer
basierend auf Daten aus "SEHUM 201606.ged"